Herzlich willkommen auf unserer Homepage

Sie sind eingeladen zum Entdecken und zum Stöbern.

Wir sind bemüht ihre Daten zu schützen.

Jedoch hinterlässt jeder Besuch

im Internet Spuren, bitte lesen sie hierzu die 

Unsere Gottesdienste

Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.

Jesaja 50,10

 

In sagenhafter Lichtfülle leben wir, oder? Oft genug machen wir die Nacht zum Tag. Forscher sprechen gar von Lichtverschmutzung, die unsere innere biologische Uhr verstellt. Licht macht tagaktive Geschöpfe munter und nachtaktive schläfrig. Kommt da was durcheinander, ist das nicht unproblematisch.

Was war das nach der Zeit in Leipzig für ein Erlebnis, in Jöhstadt im Bett liegend den weiten Sternhimmel zu sehen, weil es kaum künstliches Licht gab.

Wir sind geschaffen für den Wechsel von Tag und Nacht, von Dunkel und Licht. Machen wir die Nacht zum Tag, stehen wir in Gefahr, maßlos zu werden. Die biblische Symbolik von Licht und Dunkelheit verblasst vor unserer Lebensgewohnheit.

Unsere Vorfahren brachte die Dunkelheit viel stärker zur Ruhe. Der Mensch als eigentlich tagaktives Wesen suchte sich, wenn möglich, einen sicheren Ruheplatz für die Nacht. Dunkelheit draußen verunsichert. Sie erschwert die Orientierung. Die Dunkelheit wirft mich auf mich selbst zurück. Die dunkle Jahreszeit vermag uns eher in Besinnung zu führen: Was ist eigentlich los mit mir?

Zu meinem Leben gehört die Erfahrung, im Dunkeln zu tappen. In meine Familie bricht die große Dunkelheit einer schweren Erkrankung. Es ist ein Tappen, kleine Schritte. Nichts geht auf Vorrat, sondern nur von der Hand in den Mund.

In den kommenden Jahren suchen wir nach Wegen, wie wir den Glauben in unseren Gemeinden zuversichtlich leben können, auch wenn wir von Veränderungsdruck bedrängt werden.

Sehe ich mich um, entdecke ich in unserer Gesellschaft viel Dumpfheit und Hass. Drohen uns finstere Zeiten?

Der Gottesknecht aus Jesaja 50 wird in Leiden geführt. Er tastet sich durch das Dunkel und ermuntert dazu, sich auf Gott zu verlassen. Eine bestimmte Klarheit und Eindeutigkeit kann blenden. In unserer Zeit haken Menschen schnell fest im Schwarz-Weiß-Denken, als wäre die Welt so einfach. Auf Gott zu vertrauen, ist Suche und damit eine Gegenbewegung. Wer sich auf Gott verlässt, streckt sich nach ihm aus.

„Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.“ Die Sterndeuter aus dem Osten waren auf die Nacht angewiesen, um den Stern zu sehen. In der Dunkelheit ihres Lebens haben sie ihren Weg gesucht und ihr Licht gefunden. Wer auf den Gott des Lebens vertraut, sucht und bleibt beweglich. Ein gutes Mittel um nicht denkfaul, kommunikationsmüde, geldgeil und besitzstandsträge zu werden. Alles Lebendige vernetzt sich und ist bereit zusammenzuarbeiten. Das verbindet sich mit dem Wunder der Weihnacht: Mach’s wie Gott, werde Mensch!

 

In diesem Sinne fröhliche Weihnacht Ihr

Frank Nötzold, Pfarrer

Angedacht

Unsere Kirche ist von Ostern bis Erntedank 

täglich von 

10:00-18:00 geöffnet

von Erntedank bis Ostern

sonntags von

10:00-15:00 geöffnet

ev. luth. Kirchgemeinde St. Christophori